Wenn Ihre Katze heute einen Unfall hätte, wüssten Sie dann, welche Blutgruppe sie hat? Genau wie bei Menschen ist das Blut unserer Katzen nicht universell. Das feline Blutgruppensystem (das AB-System) klassifiziert Katzen in drei Hauptgruppen: A, B und, seltener, AB.
Obwohl die Gruppe A am häufigsten vorkommt, besteht große klinische Besorgnis im Zusammenhang mit Blutgruppe B bei Katzen.
Die tödliche Gefahr einer falschen Bluttransfusion
In einer Notsituation muss eine Bluttransfusion bei Katzen mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden. Im Gegensatz zu Hunden besitzen Katzen sehr starke natürliche Antikörper gegen die Blutgruppe, die sie selbst nicht haben.
Wenn eine Katze mit Blutgruppe B eine Transfusion mit Blut der Gruppe A erhält, greift ihr Immunsystem die gespendeten roten Blutkörperchen fast sofort an und zerstört sie. Diese unerwünschte Reaktion ist schwerwiegend und oft tödlich. Zu den klinischen Folgen gehören Schock, ein drastischer Abfall des Blutdrucks und Organversagen. Natürlich ist auch das umgekehrte Szenario (Spende von Typ B an eine Katze mit Typ A) gefährlich, aber die schwerste und fulminanteste Reaktion tritt immer bei Empfängern mit dem "B-Faktor" auf.
Neonatale Isoerythrolyse: Das stille Risiko bei der Geburt
Die Gefahr der Blutgruppe B beschränkt sich nicht nur auf veterinärmedizinische Notfälle; sie ist auch ein kritisches Risiko bei der Zucht. Wenn eine Katze mit Blutgruppe B mit einem Kater der Gruppe A (oder AB) verpaart wird, können die Kätzchen die Gruppe A erben.
In den ersten Lebensstunden nehmen die Kätzchen beim Trinken der mütterlichen Kolostralmilch die starken Anti-A-Antikörper der Mutter auf. Sobald diese in den Blutkreislauf der Kleinen gelangen, greifen die Antikörper ihre eigenen roten Blutkörperchen an und verursachen eine tödliche hämolytische Anämie, die als neonatale Isoerythrolyse bekannt ist. Ohne Vorwarnung kann ein ganzer Wurf innerhalb weniger Tage versterben.
Gibt es Katzenrassen mit einem höheren Risiko für Blutgruppe B?
Obwohl Typ B weltweit seltener ist, ist seine Prävalenz bei bestimmten Rassen deutlich höher. Es gibt Katzenrassen mit einem hohen Anteil an Blutgruppe B, was Züchter dazu zwingt, besonders wachsam zu sein. Einige der Rassen mit einer höheren Prädisposition für diese Blutgruppe sind:
- Britisch Kurzhaar (British Shorthair)
- Devon Rex und Cornish Rex
- Sphynx
- Perser und Exotic Shorthair
- Scottish Fold
Hinweis: Auch Mischlingskatzen können Träger der Blutgruppe B sein, daher sollte man niemals davon ausgehen, dass eine gewöhnliche europäische Hauskatze oder ein Mischling automatisch Blutgruppe A hat.
Genetik: Der schnellste und sicherste Weg, deine Katze zu verstehen
Bevor du einen Wurf planst oder blind in einen Notfall gerätst, kann die Wissenschaft einen Unterschied machen. Genetik ist ein schnelles und schmerzfreies Hilfsmittel, das wertvolle Daten über die Blutgruppenprädisposition deiner Katze liefern und gefährliche Mutationen aufdecken kann.
Um das Blutgruppensystem zu bewerten und Inkompatibilitäten zu vermeiden, untersuchen wir die verschiedenen Mutationen des CMAH-Gens:
- Blutgruppe AB (Variante 1)
- Blutgruppe AB (Variante 2)
- Blutgruppe AB (Variante 3)
- Blutgruppe AB (Variante 4)
Vorsicht bei Blutgerinnungsstörungen
Neben den Blutgruppen kann das Blut von Katzen auch andere schwerwiegende genetische Probleme verbergen, die die Gesundheit bei Operationen oder Unfällen beeinträchtigen. Eine der bekanntesten Blutgerinnungsstörungen ist die Hämophilie. Daher evaluiert der DNA-Test für Katzen von Koko Genetics auch die Genetik deines Tieres hinsichtlich kritischer Erbkrankheiten wie Hämophilie B (Variante 1) und Hämophilie B (Variante 2).

